„Der Friedensnobelpreis für Obama zeigt in erster Linie, wie weit man mit Online-Marketing und PR kommen kann.“, twitterte der bekannte Blogger und Berater Sascha Lobo.
Hier irrt Lobo bzw. er vertauscht Sinn und Zweck des (Online-) Marketing. Schließlich ist Obama nicht durch seine geniale Webkampagne zum Präsidenten gewählt worden. Vielmehr hatte er vorher ein gutes Produkt entwickelt: seine Botschaft vom Wandel („Change“). Und Obama erscheint glaubwürdig mit seiner Botschaft, zwischen seiner Person und seiner Aussage gibt es keinen Unterschied. Erst auf diesem Fundament aus Beton konnte er weiterbauen.
Alles andere ist wie Holzpflöcke in sumpfigen Boden zu rammen. Genau daran scheitern noch viele Unternehmen (und auch Politiker). Der Erfolg stellt sich nicht alleine durch die Auswahl der richtigen E-Marketing-Tools, nicht nur durch das bloße Einrichten einer Facebook-Fanpage, des Twitter-Blogs oder des Videos bei YouTube.
Das „Dahinter“ muss dazu passen. Die online netzwerkenden Unternehmen und Politiker müssen auch wirklich verstehen, was sie da machen und vor allem wie die Menschen das Internet benutzen und welche Erwartungen sie haben.
So lange das nicht verstanden wird, wird es immer wieder ein neues „Vodafail“ oder leblose Webwahlkämpfe geben.
